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Was bedeutet Palliativmedizin?

Der Begriff „palliativ“ leitet sich ab von dem lateinischen Wort „pallium“ und bedeutet Umhang oder Mantel, der wärmt und beschützt.
Palliative Medizin zeichnet sich aus durch Achtsamkeit, Obhut und Fürsorge und beinhaltet sowohl die Pflege als auch die Therapie. Es geht nicht darum, eine Krankheit zu heilen, sondern quälende Symptome der verschiedensten Art zu lindern. Statt Lebensverlängerung um jeden Preis, steht die Schaffung von Lebensqualität für die verbleibende Lebenszeit (manchmal noch mehrere Monate bis Jahre) im Vordergrund.
Der Mensch in seiner Ganzheit steht im Mittelpunkt aller Bemühungen, so dass auch seinen seelischen und sozialen Nöten Aufmerksamkeit geschenkt wird und dafür Hilfen gesucht werden. Fragen nach dem Sinn haben hier ihren Platz.
Angehörige und Freunde des Patienten werden in dessen letzter Lebensphase und auch danach umfassend mit betreut.
Die optimale Umsetzung des palliativmedizinischen Gedankens ist nur in einem eigenständigen Palliativzentrum mit einer Schutz und Halt gebenden Atmosphäre möglich. Nach erfolgreicher Symptomlinderung und Schaffung eines Mindestmaßes an Lebensqualität kann der Patient wieder in das vertraute, häusliche Umfeld entlassen werden, meist mit weiterer Unterstützung von palliativmedizinisch versierten Hausärzten, Mitarbeiter/-innen der  Brückenpflege und ambulanten Pflegediensten. Auf Wunsch des Patienten ist in der allerletzten Lebensphase auch eine weitere Betreuung in einem stationären Hospiz möglich.

„Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben hinzufügen.“
Cicely Saunders

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